Unsere Welt dreht sich immer schneller. Termine, To-do-Listen, Nachrichtenflut, Social Media – wir sind permanent erreichbar und ständig mit Eindrücken konfrontiert.
Dabei sind wir Menschen (und unsere Hunde) eigentlich für langsame Entwicklungen gemacht: für natürliche Rhythmen, für echte Begegnungen, für bewusste Momente.
Stattdessen prasselt täglich eine Fülle an Informationen auf uns ein – vieles davon laut, hektisch oder schlichtweg ungesund. Kein Wunder, dass wir uns oft erschöpft, gereizt oder innerlich getrieben fühlen.
Achtsamkeit ist in dieser schnelllebigen Zeit kein Luxus, sondern eine Fähigkeit, die wir (wieder) erlernen dürfen. Sie erinnert uns daran, innezuhalten, wahrzunehmen und bewusst zu erleben, statt nur zu funktionieren. Achtsamkeit bedeutet, im „Hier & Jetzt“ zu sein – mit unserer Aufmerksamkeit genau dort, wo wir gerade sind. Nicht schon beim nächsten Termin, nicht gedanklich in der Vergangenheit, sondern im gegenwärtigen Moment.
Ein Achtsamkeitsspaziergang mit Hund kann dabei ein wunderbarer Anker sein. Denn unsere Hunde leben ganz selbstverständlich im Jetzt.
Sie schnüffeln, beobachten, entdecken – ohne Eile, ohne Gedankenkarussell. Wenn wir uns auf dieses Tempo einlassen, entsteht Raum: für frische Luft, für Sinneseindrücke
für echte Verbindung – zu unserem Hund und zu uns selbst.
5 Tipps für einen achtsamen Spaziergang
1. Handy aus!
Keine Telefonate führen, kein Podcast hören oder schnell mal eine Nachricht beantworten...
Mache dein Handy aus oder stell es in den Flugmodus. Am besten lässt Du es aber gleich zu Hause, so kann der Kopf wirklich mal "offline" gehen.
2. Die Umgebung/Natur bewusst wahrnehmen
Nimm während des Spaziergangs deine Umgebung/die Natur bewusst wahr. Wenn Dir das schwer fällt kann die folgende kleine Übung dabei
helfen, beschreibe/benenne:
· 3 Dinge die du sehen kannst
· 3 Dinge die du hören kannst
· 3 Dinge die du fühlen
kannst
3. Bewusst gehen - nicht rennen!
Während eines Spaziergangs sollte es nicht darum gehen, wie viele Kilometer man absolviert, sondern das man gemeinsam Erlebnisse und Eindrücke
sammelt sowie Energie tankt. Laufe also bewusst langsam, nimm jeden Schritt wahr. Barfuß laufen unterstützt uns dabei, stärkt die Wahrnehmung und wirkt erdend.
4. Zeit nehmen & Beobachten
Lass deinen Hund in aller Ruhe schnuppern, hetze ihn nicht und sei geduldig. Beobachte ihn stattdessen:
· Was sieht er? Schaue es dir auch
an!
· Was riecht er? Riechst du auch
etwas?
· Was hört er? Lausche in die gleiche
Richtung...
Je aufmerksamer und präsenter Du für deinen Hund und euren gemeinsamen Spaziergang bist, desto aufmerksamer wird dein Hund auf dich sein.
Ergreife auch Gelegenheiten für gemeinsame Aktivitäten, wie über einen Baumstamm balancieren, über Steine klettern, durch einen Bach laufen oder ein vom Herzen kommendes Spiel. Ihr seid gemeinsam
unterwegs, es ist eure gemeinsame Zeit - nehme sie bewusst wahr und genieße sie.
5. Pausen machen & bewusst atmen
Nimm dir während des Spaziergangs auch immer wieder ein paar Minuten Zeit, um durchzuatmen.
· Bleibe stehen und atme drei Mal tief
durch.
· Setz dich eine Runde hin und genieße die Sonne.
· Lege dich auf eine Wiese und genieße einfach das Sein.

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